Kanutour upstairs

Ein Jahr nach der ersten gemeinsamen Kanutour mit dem Teenkreis Büschergrund, zog es 16 Jugendliche und Mitarbeiter wieder aufs Wasser.

Nun gemeinsam unter dem Namen upstairs, Jugendkreis der CVJM Freudenberg und Büschergrund, ging es über Fronleichnam auf ins schöne Hessen. Mittwochnachmittag ging es von Büschergrund aus nach Rotenburg an der Fulda, denn dieses Mal sollte die Fulda erobert werden, nachdem die Lahn schon fast zu unserer zweiten Heimat geworden war (der Büscher Teenkreis war insgesamt drei Mal auf der Lahn unterwegs). Nach fünf Stunden Fahrt kamen endlich alle auf dem ersten Campingplatz an und die Zelte wurden rasch aufgebaut. Gleichzeitig wurde auch schon der Grill angeheizt, denn der Hunger nahm überhand. Nach einer, für die meisten eher mit mäßig Schlaf bedachten ersten Nacht, der Güterzugtrasse 300 Meter entfernt und dem Gewitter sei dank, ging es den nächsten Morgen zeitig los auf die Fulda.

Nachdem alle ihren Platz und die richtige Paddeltechnik gefunden hatten, galt es nach einem Kilometer schon die erste Hürde für den Tag zu nehmen. Das erste Wehr wartete darauf umtragen zu werden. Als alle Canadier nach ca. 500m wieder im Wasser waren, hörte man nur von allen Seiten die Erleichterung darüber, dass das Gepäck dieses Jahr in Autos transportiert wurde und nicht wieder in den Kanus. Allerdings zeigte sich an diesem ersten Tag auch, dass die Wunscheinteilung der Boote, durch die Teilnehmer, nicht der Optimalfall waren. Die Älteren setzten wegen zu viel Tiefgang und zu geringer Wassertiefe immer mal wieder auf und mussten die Boote anschieben und den Jüngeren ging irgendwann die Kraft aus und ein Boot kenterte. Doch auch der Rettungsversuch scheiterte zunächst und die Retter gingen mit baden. Aber auch die Mädels wurden ordentlich nass, denn die Jungsboote kesselten diese ein und sorgten für nasse Mädels. Am zweiten Zeltplatz angekommen hieß es wieder Zelte aufbauen und unseren Lagerplatz unter der Fußgängerbrücke einrichten, denn nur zwei Kilometer weiter südlich gab es einen ordentlichen Platzregen, der den Zeltplatz jedoch glücklicherweise nicht erreichte. Nach einer ruhigeren Nacht und einem ausgiebigen Frühstück, ging es wieder auf die Fulda. Diesmal in anderen Bootsbesatzungen. Trotz der längsten Strecke erreichten wir an diesem Tag den Campingplatz am frühesten. Die letzten 400Meter wurden schon bei einigen als willkommene Abkühlung gesehen und in der Fulda verbracht. Zusammen ging es, nachdem alle Zelte standen, wieder in die Fulda, allerdings nur mit Schwimmweste und Sicherung von Land aus. Auch dieser Abend klang gemütlich mit Gesang am Lagerfeuer aus, bevor es am nächsten Morgen wieder hieß, zeitig aufstehen. Die letzte Etappe nach Kassel hielt kurz vor Ende noch das Highlight der Tour für uns bereit. Mittels Bootswagen auf Schienen musste das Wehr umfahren werden.

Die letzten zwei Kilometer waren von Wettbewerben, wer denn zuerst den Campingplatz erreicht, geprägt. Dabei wurden einige von Ehrgeiz gepackt und mobilisierten die letzten Kraftreserven. Am Campingplatz angekommen hieß es ein letztes Mal Boote aus dem Wasser und säubern, sowie die Zelte aufbauen. Frisch geduscht ging es abends zu Fuß nach Kassel in eine nahe Pizzeria. Angesichts der Größe der Pizzen entfuhr dem ein oder der anderen ein erstauntes “Oh je“ und viele gingen mit Proviant an diesem Abend nach Hause, denn die Pizzen waren sehr groß und lecker. Wieder am Zeltplatz angekommen klang der Abend in fröhlicher Runde am Lagerfeuer aus. Zu einer Unterbrechung des nötigen Schlafes kam es durch einen Waschbären, der wohl noch ein Brötchen bei uns gefunden hatte. Der nächste Morgen begann schon früh, da die Sonne ihr bestes gab, um uns aus Kassel zu verabschieden, und die Zelte ordentlich erwärmte. Nach einem sehr sonnigen Frühstück ging es ans Abbauen und Einpacken, bevor es hieß “zurück ins Siegerland!“ Insgesamt haben wir eine wunderschöne Tour, mit tollen Gesprächen und Erfahrungen gehabt und dürfen sagen, die Fulda ist ein toller Fluss zum Kanu fahren!

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