Für einen langen Zeitraum hat der CVJM Freudenberg eine auf christlichem Fundament ruhende Grundschule in Kade/Ghana unterstützt - das Lebenswerk des Ehepaars Mercy und Kwabena Owusu-Nimoh, die beide auch in den 90er Jahren Gäste des CVJM waren. Durch die Unterstützung hat der CVJM Freudenberg dazu beigetragen, Kindern eine Chance auf Bildung zu ermöglichen und damit Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Immer schwerer werdende finanzielle Rahmenbedingungen und noch einige weitere Gründe haben den CVJM dann aber veranlasst, diese Partnerschaft mit der Schule in Kade - zumindest aus finanzieller Sicht - zum 28.3.2007 einzustellen. Das Projekt bleibt aber ein Gebetsanliegen.
Auf privater Basis gibt es zwischen CVJM-Mitgliedern und einigen
Schulkindern
noch Patenschaften mit der Übernahme des Schulgelds.
Durch die Weltdienstbeauftragten Christine Kretschmer und Henning Siebel
bleibt der CVJM Freudenberg jedoch der Weltdienstarbeit verbunden.

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Freundlichkeit, Fröhlichkeit
und Unbeschwertheit
Kinder stehen am Wegrand und
lächeln. Die weißen Zähne blitzen freundlich in ihren dunklen,
schönen Gesichtern. Sie winken und laufen neben uns her.Der Verkäufer auf der Straße
fragt mich freundlich:
"How are you today?"
Natürlich kann man solche positiven Erfahrungen analysieren und kritisch betrachten,wenn man möchte:
Die Kinder hoffen, dass sie etwas geschenkt bekommen. Vielleicht.
Der Verkäufer ist nur deshalb freundlich, weil er etwas verkaufen möchte. Möglich.
Dennoch: Die Freundlichkeit vieler Menschen, die ich in Afrika getroffen habe,
hat mich beeindruckt. man spürt, dass dahinter eine authentische Fröhlichkeit steckt.
Eine Unbeschwertheit, die immer wieder an die Oberfläche kommt und sich nicht von widrigen und schweren Lebensumständen ersticken lassen will.
Uns Europäer, mich eingeschlossen, erlebe ich dagegen oft anders. Viele von uns neigen dazu missmutig, unfreundlich und griesgrämig zu sein. denn wir lassen uns nur allzu oft schon von kleinen Widrigkeiten die Laune verderben:
Wenn der Tag nicht so läuft, wie ich das geplant habe
...wenn ich Überstunden machen muss
...wenn das altersschwache Auto mal wieder nicht anspringt
...wenn mir die Frau an der Kasse im Supermarkt einen schiefen Blick zuwirft...
Ich glaube, wir können da einiges von den Menschen Afrikas lernen.
Mich jedenfalls haben sie beschenkt und reich gemacht - mit ihrem Lächeln, ihrer Freundlichkeit, einer inneren Gelassenheit und Heiterkeit.
Auch wenn viele von ihnen für meine Begriffe eigentlich doch gar nichts zu lachen hätten, lachen sie. Trotz so mancher Lebensumstände, die sicher belastender sind als ein altersschwaches Auto, strahlen sie Fröhlichkeit aus.
Das wünsche ich mir für mich:
Das ich eine tiefe Gelassenheit und Heiterkeit entwickle, die mich auch durch schwierige Situationen trägt. Dass ich nicht alles gleich so überaus ernst nehme, sondern auch mal über ein Missgeschick oder einen misslungenen Tag schmunzeln und über mich selber lachen kann. Ich möchte lernen, dem anderen gegenüber Freundlichkeit auszustrahlen, auch wenn in meinem Leben nicht alles so ist, wie ich es mir wünsche.
(aus: Steffi Baltes. Afrika ist ein Geschenk. In der Weite und Schönheit Gottes Spuren entdecken)